Huus am Brunne El Ro'i -  Die Hausgemeinde

Als ein Luther, Zwingli oder Oekolampad die kirchliche Überlieferung am Maßstab der Heiligen Schrift kritisch zu hinterfragen begannen, führte das zur Erneuerung der Kirche. Die Bibel bekam mehr Gewicht als die Tradition. Allein Christus! Allein durch den Glauben! Allein die Schrift! Das prägte uns evangelisch-reformierte Christen. 

Heute stehen wir vor der großen Schwierigkeit, dass es uns nicht recht gelingen will, den christlichen Glauben und die Bibel an die nächsten Generationen weiterzugeben. Der Transfer von Eltern zu Kindern, von Lehrerinnen zu Schülern, von Pfarrern und Pfarrerinnen zu ihren Gemeinden stockt. Ich habe ein Leben lang gepredigt und unterrichtet. Was habe ich wirklich überliefern können?

Die große Trägerin evangelischer Tradition war die christliche Familie. Es gibt sicher noch Beispiele dafür. Aber weitherum ist das christliche Haus verschwunden. Man hört von verbreiteter Leseschwäche. Im Blick auf die Bibel muß man von Analphabetismus sprechen.

In diesem hier nur kurz angedeuteten Problemfeld sehe ich eine große Chance der Kommunitäten mit ihrer Gastfreundschaft und der geistlich geführten Häuser. Vor Jahrzehnten luden evangelische Heimstätten die Menschen zur Retraite und Bildung in ländliche Oasen ein. Dieses Modellzieht nicht mehr. Es braucht offene Häuser, die zugleich Geborgenheit und einen festen Halt geben, dort, wo die Menschen leben, mitten in den Städten. Die Kommunität Don Camillo hat in Berlin und Bern ein Stadtkloster gegründet. Und in Basel haben wir das Huus am Brunne El Ro'i. Ein Haus, wo das Evangelium bezeugt und weitergegeben wird.

Ich finde mich jedesmal, wenn ich zum Abendmahlsgottesdienst an den Klingentalgraben eingeladen werde, in einer Hausgemeinde. Das Haus hat eine klare Identität. Alle, ob sie für länger oder nur einen Abend kommen, sind darin geborgen. Aber es geschieht nichts im Verborgenen. Wir müssen uns Gott sei Dank nicht verstecken, wie in China, wo auch die Hausgemeinden vor staatlicher Repression nicht sicher sind. Wir müssen nur den allgemein vorausgesetzten Agnostizismus der meisten Zeitgenossen aushalten. Die Hausgemeinde ist der Ort, wo genau das geschieht, was Apostelgeschichte 2 steht: Sie aber hielten fest an der Lehre der Apostel (bezeugt vom Neuen Testament, nie ohne das Alte!) und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und am Gebet.

Franz Christ

Sukkotfeier 2023

Wir dekorieren unsere Pergola, feiern draussen mit Liturgie, Liedern und Tänzen. Dazwischen ein feines Essen und reiche Begegnungen!

                       Sommerfest 2023 

Aktuelles aus dem Garten

Ostern 2023 Christus das Licht der Welt!

Gründonnerstag Feier Kirche Kleinhüningen

Unser Apfelbaum in Blüte

Du bist ein Gott, der mich sieht- El Ro'i

Wir freuen uns über das Jahreslos 2023 , das uns Vision und Programm ist für die Angebote im Haus. 


Summerfescht 2022

Ostern 2022

Summerfescht 2021

Dr Fährimaa hät gsait...

René Handschin

Mose hätte sich wohl kaum träumen lassen, dass Gott mit ihm durch einen brennenden Dornbusch spricht - ich auch nicht, dass ER zu mir durch den Fährmann redet....

Mit gemischten Gefühlen startete ich im März in die Strassenexerzitien mit dem Titel «Wo der Dornbusch brennt». Exerzitien kannte ich: Stille, Kontemplation, weg vom Alltag, Zeit und Ruhe vor und für Gott - aber Strassenexerzitien? Auf was hatte ich mich da nur wieder eingelassen? Kurz zusammengefasst: Es war der Hammer! Die ausführliche Version kannst Du im Pdf nachlesen,...           

Meine Zeit im Huus am Brunne 

 Mattos Berger

Kaum ist man eingezogen, muss man wieder gehen. Als ich im Juni 2019 mit meinem Vater von Thun nach Basel fuhr, um das «Bewerbungsgespräch» mit Silvia und Ursula zu führen, stand ich nach beinahe zwei Stunden Fahrt vor einem schönen, hohen Haus am Klingentalgraben, welches mich mit einem kleinen, entzückenden Rosengarten begrüsste. Ich war beeindruckt. Das Gespräch lief hinten im Innenhof an der angenehm heissen Sonne bestens ab. Nach einer kurzen Hausbesichtigung wurde ich vom kleinen Zimmer hinten rechts im obersten Stock überzeugt (Bethsaida). Ich war äusserst gespannt auf das, was mich im Herbst erwartete. Mir war es schon vor dem Studium klar: entweder wohne ich allein oder mit Christen. Mein Zimmer am Huus am Brunne war eine klare Antwort auf mein Gebet.....

Wie es die Geschichte weitergeht erfährst Du im Pdf  

Ora et labora                                                                              

Verena Manger

Im September erhielt ich die Möglichkeit für drei Wochen im Rahmen von «ora et labora», im Huus am Brunne mitzuleben. Hier ein paar Eindrücke: Einladend das Schild beim Gartentor: Gebet, Stille, Gemeinschaft. Es empfängt mich eine heimelige Atmosphäre in diesem ehrwürdigen Haus...

Den ganzen Bericht kannst Du im Pdf nachlesen...

Du deckst mir den Tisch 
Ruth Balsiger

Normalerweise jeden Donnerstagabend feiern wir im Huus am Brunne El Ro'i Gottesdienst und Abendmahl. Jesus lädt zu Tisch. Gast an Seinem Tisch zu sein, was für ein Vorrecht! Im Esszimmer steht ein grooooser, langer Tisch. Der ist mir schon vor Jahren immer wieder ins Auge gesprungen. Nicht einfach als Objekt: Ein Tisch, an dem sich Menschen darum herum versammeln und essen, austauschen. Wir leben heute als Vereinzelte. Da ist ein solcher Ort wichtig. Fast schon ein Wunder.

Gerne setze ich mich in der Küche ein, dass sich z.B. nach dem Gottesdienst Menschen- ich sag's mit Simon Gfeller- erlabenkönnen. Dabei kann ich auch üben, dass etwas nicht ganz perfekt sein muss. Und manchmal sind die Vorstellungen verschieden und es gibt zu reden.... Gastfreundschaft zu leben, Menschen Rast zu geben (Guardini) ist eine hohe Berufung. Manchmal geht es wunderbar auf mit Gesprächen und zufriedenen Leuten. Manchmal auch nicht. 

Screenshots- Microsabbatical

Dorothea Gebauer